Muss man sein E-Auto täglich aufladen?
Wissenswertes

Muss man sein E-Auto täglich aufladen?

Als E-Autofahrer stellt man sich zu Recht die Frage: Ist es eine gute Idee, sein E-Auto jeden Tag aufzuladen? Eine kategorische Antwort gibt es nicht. Die Häufigkeit des Aufladens hängt im Wesentlichen von mehreren Kriterien ab, wie z. B. der Nutzung des Fahrzeugs oder der Reichweite, d.h. der Kapazität der Batterie. Um Ihnen dabei zu helfen, Klarheit zu schaffen, finden Sie hier die ideale Lademethode für Ihr E-Auto!

 

Wie oft sollte man sein Elektrofahrzeug aufladen?

Wie oft sollte man sein Elektrofahrzeug aufladen?

Wie oft Sie Ihr E-Auto aufladen müssen, hängt davon ab, wie Sie es nutzen. Um den richtigen Laderhythmus zu bestimmen, können Sie sich an den folgenden Faktoren orientieren:

1. Die Nutzung des Fahrzeugs

Für alltägliche Fahrten in der Stadt, die weniger als 30 km betragen, ist es nicht notwendig, Ihr Auto jeden Tag aufzuladen. Wenn Sie Ihr Fahrzeug jedoch für längere Fahrten (Urlaub, Wochenende …) nutzen, sollten Sie es mehrmals am Tag aufladen.

2. Die Reichweite der Batterie

Sie variiert nämlich je nach Marke und Modell und reicht von 100 bis 600 km für die leistungsstärkste Batterieversion.

3. Die Zusammensetzung der Batterie

Die meisten E-Autos sind mit einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet. Die Lithium-Ionen-Batterie reicht für etwa 1000 bis 1500 Ladezyklen (das entspricht einer Nutzungsdauer von mehr als 10 Jahren). Die Lithium-Ionen-Batterie ist empfindlich gegenüber extremen Temperaturen, aber auch gegenüber einem systematischen Aufladen auf 100%.

Das Aufladen des Autos auf 100% ist schädlich für die Batterie: ein Mythos?

Die Lithium-Ionen-Batterie mag es zwar nicht, wenn sie systematisch zu 100% aufgeladen wird, aber eine Batterie ist ein relativ komplexes Konstrukt. Sie besteht aus Materialien, die je nach Technologie unterschiedlich zusammengesetzt sind: Lithium, Mangan, Kobalt, Nickel, Kupfer, Aluminium, Graphit… Alle diese Elemente haben einzigartige Eigenschaften.

Ist das Aufladen auf 100% schädlich für die Batterie meines E-Autos? Das Aufladen auf über 80% ist nicht unbedingt schädlich für die Batterie. Es gibt andere Faktoren, die ihre Alterung stärker beeinflussen.

Andere Verhaltensweisen haben einen viel größeren Einfluss auf den Verschleiß Ihrer Batterie, z. B. die Art der Ladesäule, die Sie täglich benutzen, Ihr Fahrverhalten oder auch die Lagerung und die Wetterbedingungen.

Kann man seine Batterie die ganze Nacht über laden lassen?

Wenn Sie Ihr E-Auto zu Hause aufladen, so tun Sie das vielleicht häufig über Nacht. Wenn dies der Fall ist, geraten Sie nicht in Panik, es ist möglich, das Gerät bis zum Morgen angeschlossen zu lassen. Die meisten Elektrofahrzeuge verfügen über Systeme, die den Ladevorgang automatisch stoppen, wenn die Batterie zu 100% geladen ist*.

Nachts aufzuladen spart auch Stromkosten! Je nachdem, welchen Stromvertrag Sie abgeschlossen haben, können Sie die Nebenzeiten zu einem reduzierten Tarif nutzen.

* In Wirklichkeit ist eine Batterie nie wirklich zu 100% geladen. Die Hersteller von Elektroautos drosseln die Batterien systematisch, um ihre Lebensdauer virtuell zu verlängern.


Wann sollte man sein E-Auto entsprechend seinem Verbrauch aufladen?

Wann sollte man sein E-Auto entsprechend seinem Verbrauch aufladen?

Es gibt mehrere Faktoren, die den Energieverbrauch eines E-Autos beeinflussen und die Häufigkeit des Aufladens beeinflussen können.

Die zurückgelegte Strecke

Für den täglichen Weg zur Arbeit (weniger als 30 km) müssen Sie in der Regel ein- bis dreimal pro Woche aufladen. Wenn Sie jedoch z. B. in den Urlaub fahren und eine längere Strecke zurücklegen, sollten Sie mehrere Ladevorgänge einplanen. Mit Chargemap können Sie entspannt losfahren und Ihre Route mit dem Routenplaner planen. So können Sie sich die Ladestationen in Ihrer Umgebung anzeigen lassen und ganz einfach aufladen.

Das Gewicht der Ladung

Auch das Gewicht der Ladung, d. h. die Anzahl der Fahrgäste, eventuelles Gepäck oder auch Arbeitsmaterialien, muss berücksichtigt werden. Diese Faktoren können die Häufigkeit des Aufladens beschleunigen.

Der Straßentyp

Je nach Straßentyp kann sich die Batterie schneller entladen. Das Fahren mit 110 km/h oder 130 km/h auf einer Schnellstraße oder Autobahn benötigt viel mehr Energie als das Fahren mit 50 km/h in der Stadt. Auf einer Bergstraße z. B. wird das Auto bergauf mehr Energie verbrauchen. Beim Bergabfahren hingegen wird Energie zurückgewonnen.

Lagerung und Wetterbedingungen

Wenn Sie Ihr Elektroauto nur selten benutzen oder es über einen längeren Zeitraum stehen lassen müssen, empfiehlt es sich, den Ladezustand auf etwa 50 % zu halten, um die Alterung der Batterie zu begrenzen. Dieser Prozentsatz hängt unter anderem von der Chemie der Batterie ab.
Im Laufe der Zeit und ohne häufigen Gebrauch kann die Batterie aufgrund eines unzureichenden Ladestands vorzeitig oxidieren.

Auch das Wetter spielt eine wichtige Rolle dabei, wie oft ein E-Auto aufgeladen werden muss. Wenn Sie bei Regen oder Wind fahren, müssen Sie die Leistung des Autos voll ausschöpfen, was die Reichweite der Batterie verringert.
Generell gilt: Ob im tiefsten Winter oder im heißesten Sommer, die Batterien mögen keine extremen Bedingungen. Bei kaltem Wetter bequem mit einem E-Auto zu fahren, ist durchaus möglich, wenn Sie einige bewährte Praktiken befolgen. Dasselbe gilt für den Sommer, um einen Hitzschlag für die Autobatterie und damit auch für Sie zu vermeiden!

Wir können Ihnen auch nur raten, ein umweltbewusstes Fahrverhalten zu praktizieren, indem Sie den Fuß vom Gaspedal nehmen und so die Reichweite der Batterie erhalten.

Wo kann man sein E-Auto aufladen?

Wo kann man sein E-Auto aufladen?

Aufladen zu Hause: Haushaltssteckdose oder Ladesäule?

Für Einfamilienhäuser gibt es verschiedene Ladelösungen: die Haushaltssteckdose, die verstärkte Steckdose oder auch die Ladesäule oder Wallbox.

Im Gegensatz zu einer Haushaltssteckdose, die die Ladezeit erheblich verlangsamt, kann man mit einer Ladesäule bzw. Wallbox sein Elektrofahrzeug optimal mit kontinuierlicher Geschwindigkeit aufladen. Dies ist der beste Weg, um die Häufigkeit des Aufladens seines Autos zu steuern, Geld zu sparen und die Lebensdauer der Batterie zu erhalten.

Es gibt übrigens mehrere staatliche Finanzhilfen für die Installation von Ladesäulen. Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, können Sie als Mieter einen Antrag beim Vermieter stellen. Wenn Sie Eigentümer sind, muss der Antrag bei der Eigentümergemeinschaft gestellt werden.

Aufladen außerhalb an öffentlichen Ladestationen

Auf Ihrem Weg werden Sie 3 Haupttypen von öffentlichen Ladesäulen vorfinden: langsame, beschleunigte und schnelle Ladesäulen. Welche Art von Ladestation sollten Sie im Alltag nutzen?

Vermeiden Sie es, nur an Schnell-/Ultra-Schnellladestationen aufzuladen. Wenn Sie mit hoher Geschwindigkeit laden, kann dies den Abbau der Batteriezellen beschleunigen.
Abgesehen davon sind einige Elektrofahrzeugmodelle mit leistungsfähigen Systemen zur Regulierung der Batterietemperatur ausgestattet.

In jedem Fall empfehlen wir Ihnen, bei längeren Strecken die Schnellladung zu bevorzugen. Für einen kurzen Wochenendtrip, vielleicht zu den Weihnachtsmärkten, schließen Sie Ihr Fahrzeug am Zielort an eine langsame oder beschleunigte AC-Ladesäule an. So können Sie Ihre Aktivitäten genießen, während Ihre Batterie in aller Ruhe aufgeladen wird.


Um die besten Ladestationen für Ihr Fahrzeug und in Ihrer Umgebung zu finden,
greifen Sie auf die Karte mit den Ladestationen für Elektroautos zu.

Laden Sie Ihre Chargemap-App herunter oder aktualisieren Sie sie.

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2 Kommentare
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SIGI
SIGI
28 Oktober 2023 12 h 07 min

Guten Tag
Wir besitzen eine Photovoitaik Anlage auf dem Dach. Im Herbst und Winter liefert die Anlage zu wenig Strom um mit 11 Kwh zu laden. Nun zu meiner Frage: Nimmt der Akku Schaden, wenn wir das Auto mit ca 2 kwh aber bis zu 30 oder 40 Stunden am Netz laasen?

Uwe1960
Uwe1960
28 Oktober 2023 13 h 32 min
Reply to  SIGI

Grundsätzlich ist es für diese Akkus nicht optimal mit so wenig Leistung aufgeladen zu werden. Außerdem sind die Verluste beim Laden höher. Aber dazu müsste eigentlich der Hersteller etwas in der Bedienungsanleitung schreiben. Meiner hat einen ausführlichen Ratgeber, wie man „seine“Batterien am besten auflädt.Im täglichen Betrieb, also daheim, mit 11kW/16A bis 80%. Unterwegs auf längeren Strecken Schnellladen. Steckdose 230V oder auf 100% nur in Ausnahmen. Gerade in Fällen wie Ihrem gibt es intelligente Steuerungen. Die laden z.B. über PV wenn genug Leistung da ist. Wenn nicht, wird das Laden unterbrochen. Das selbe können die für jede Steckdose. Also z.B. die Waschmaschine einschalten, wenn die PV viel liefert. Den Speicherakku (falls vorhanden) nur bei Überschuss laden usw.

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